Nov 012019
 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

originelle Weihnachtsgeschenke auf den Gabentisch zu legen, ist alle Jahre schwierig. Wir haben eine Idee. Wir machen Sie auf einen wärmenden, kuscheligen Kolter (Decke) aufmerksam, der den Kopf  von Justus von Liebig  zu beiden Seiten ziert.

Vorderseite des Lio-Kolters

Rolf Mank de Vries, ehemaliger Kunsterzieher der Lio, hat Liebig porträtiert, wir vom  Lio-Ehemaligenverein hatten die Idee, und unser Vereinsmitglied Christoph Seipp hat den Kolter hergestellt. Über die folgende Adresse

www.mykolter.de/lio-kolter

kann er erworben werden.

Rueckseite des Lio-Kolters

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Okt 132019
 

Gießen (cz). Der ehemalige stellvertretende Leiter der Liebigschule, Eugen Erbs, ist am Sonntag, 15. September 2019, friedlich zuhause verstorben.

Erbs wurde am 20.Juni 1931 in Zwittau (Sudentenland) geboren. 1945 wurden er und seine gesamte Familie aus Zwittau vertrieben. Über Umwege kam Erbs nach Hessen. 1952 legte er in Nidda sein Abitur ab, um anschließend in Gießen Mathematik und Physik auf Lehramt zu studieren. Er wurde Lehrer aus Überzeugung. „Eine Schulstunde in der in mindestens einmal gelacht wird ist eine verlorene Stunde“, sagte er einmal. Von 1962 bis 1991 war Erbs Lehrer an der Liebigschule. Durch sein pragmatisches Organisationstalent wurde er sehr schnell vor der damaligen Schulleitung in die Planungen und Erstellung der Stundenpläne miteinbezogen. Es war  nur folgerichtig, dass Erbs 1972 der stellvertretende Direktor der Liebigschule wurde. Die Umgestaltung der Liebigschule in eine additive Gesamtschule sowie Umsetzung der Oberstufenreform tragen nachweislich sein Handschrift, da er in den Jahren 1972 bis 1974 und 1980 bis 1981 die Gesamtleitung der Schule inne gehabt hatte. In seiner Amtszeit wurde auch das Haus C geplant und gebaut. Zu dem aktuellen Zustand der Turnhalle sagte er vor wenigen Wochen: „Sie war als Provisorium gebaut und ich habe immer gehofft, dass mal ein Fahrzeug dagegen fährt, damit sie einstürzt.“

Neben der Schule engagierte sich Erbs in sehr vielen Vereinen und war dort häufig Vorstandsmitglied, wenn nicht sogar der Vorsitzende. Sein besonderes Interesse galt  der Behindertenarbeit, da sein 1963 Sohn behindert zur Welt kam. „Da haben wir manche Pflöcke einschlagen müssen“, sagte er. Bis 2018 arbeitete er aktiv im Gießener Arbeitskreis für Behinderte mit. Seine intellektuelle Heimat fand Erbs in dem Wissenschaftlich-katholischen Studentenverein Unitas Cheruskia, dem er 1953 beitrat. Über den Studentenverein Unitas lernte er seine spätere Frau Ilse kennen, die jedoch bereits 2006 verstarb. Auch als Witwer zog er sich nicht zurück, war präsent, bis ihn seine Kräfte verließen. Eugen Erbs hinterlässt drei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel.

Barbara Czernek

Eugen Erbs Traueranzeige Zeitung

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Apr 272019
 

Liebe Frau Nettelbeck, liebe Familienangehörige, sehr geehrte Trauergemeinde,

in meiner Funktion als Schulleiter der Liebigschule möchte ich Ihnen im Namen der gesamten Schulgemeinde und auch für den Ehemaligenverein unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen.

Für die, die Dieter Nettelbeck nicht beruflich kannten, möchte ich seine großen Verdienste für die Lio aufzählen.

Dieter Nettelbeck studierte 1959 bis 1965 Anglistik und Geographie in Marburg und Gießen, bevor er 1965 seinen Vorbereitungsdienst an der Lotteschule Wetzlar absolvierte. 1967 wurde er zum Assessor im Lehramt ernannt und arbeitete von 1967 bis 1973 an der Theo-Koch Schule in Grünberg.

Danach begann seine beruflich wahrscheinlich schönste Zeit: Der Wechsel an die Liebigschule im Jahre 1973. Hier wurde er gleich schon 1974 Oberstudienrat und übernahm auch die Fachleiterschaft in Englisch. Schnell war Herr Nettelbeck integriert und ein beliebter Kollege geworden, der sich um viele Dinge kümmerte. Beispielsweise unternahm er verschiedene Austauschfahrten, eine Schüleraustauschfahrt führte ihn auch nach Kiskunhalas in Ungarn.

Aber er galt auch als ein sehr kompetenter Lehrer, der z. B. in Prüfungsausschüsse der zweiten Staatsprüfung berufen wurde. Ganz besonders lag ihm das Fach Erdkunde am Herzen. Hier besuchte er mehrfach die Tagungen des Deutschen Schulgeographentages und brachte neue Ansätze und Erkenntnisse mit in die Schule.

1999 ließ er sich aus eigenem Wunsch aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzen.

Immer wieder aber erschien er bei Festen oder Konzerten seiner alten Schule und hielt immer Kontakt zu dem Kollegium, so dass es kein Zufall ist, dass heute einige ehemalige und aktive Kolleginnen und Kollegen zu dieser Trauerfeier gekommen sind.

Nicht zuletzt kennen viele Dieter Nettelbeck aber auch über den Ehemaligenverein. Mit einigen hier anwesenden Mitgliedern gründete er 1987 unseren Ehemaligenverein, den er bis April 2008 als 1. Vorsitzender leitete und bis 2016 als 2. Vorsitzender und Schriftführer mit führte.

In dieser Aufgabe bewies er sehr viel Geschick: Dieter Nettelbecks Idee war es zum einen, den Abiturienten einen würdigen Rahmen für die Überreichung der Zeugnisse zu schaffen und zusammen mit der Schulleitung eine erlebnisreiche Feier in der Kongresshalle auszurichten. Zum anderen sollten auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der LIO, die vor 50 Jahren die Schule erfolgreich verlassen haben, die Goldenen Abiturienten, zu dieser Feier eingeladen und so Kontakte nicht nur zu Gießen, zur Schule, sondern auch untereinander hergestellt werden.

Die Jubiläumsfeier zum 150 jährigen Bestehen der Liebigschule war dazu ein willkommener Anlass. Der Ehemaligenverein wuchs sehr schnell, so dass die Mitgliedsbeiträge und auch Spenden dem weiteren Anliegen dienten, nämlich die Schule unbürokratisch für zeitnahe Vorhaben finanziell zu unterstützen. Ich habe mit ihm beim letztjährigen Sommerfest des Ehemaligenvereins geplaudert und gemerkt, dass er froh und stolz war, wie positiv sich dieser Verein entwickelt hatte. Aus Dankbarkeit haben die Mitglieder des Ehemaligenvereins Dieter Nettelbeck zu ihrem Ehrenvorsitzenden ernannt.

Dieter Nettelbecks großer Einsatz, seine stets hilfsbereite, freundliche Art haben in der Schule und dem Ehemaligenverein unsere gemeinsame Arbeit immer mit Freude erledigen lassen. Dieser Geist lebt heute noch in der Liebigschule fort. Im Namen der gesamten Schulgemeinde möchte ich meinen Dank für all das, was Dieter Nettelbeck der Schule und uns Gutes getan hat, zum Ausdruck bringen.

Und ich möchte Ihnen, liebe Frau Nettelbeck, unsere herzliche Anteilnahme aussprechen. Wir werden einen kompetenten, engagierten, hilfsbereiten, lieben und zugleich lebensfrohen Menschen in dankbarer Erinnerung behalten.

(Direktor Hölscher)

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